• Adipositas – Ursache und Prävention

    Adipositas –  Ursache und Prävention

    Die Zahl der Adipositas-Patienten wächst seit einigen Jahren beständig an. Adipositas ist seit 2009 laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als die am weitesten verbreitete epidemische Erkrankung nicht infektiösen Ursprungs anerkannt. Diese Krankheitsform steigt mittlerweile in allen Industrieländern kontinuierlich an, allein in der Schweiz hat sich in den letzten 20 Jahren die Zahl verdoppelt (2012: 10,2% der Bevölkerung, 1992: 5,4% der Bevölkerung). Männer sind dabei häufiger betroffen als Frauen.

    Doch wo liegt die Ursache für diese Form der Erkrankung? Fakt ist, dass Nahrungsmittel mit besonders hohem Fett-, und Zuckergehalt vergleichsweise wenig kosten. Auch Fertiggerichte, sowie überdimensionierte Portionen tragen entscheidend zur Förderung einer Adipositas bei. Kombiniert man diese Faktoren mit einer verminderten körperlichen Betätigung erhält man die Rahmenbedingungen der Adipositas.

    Zur Vorbeugung einer Adipositas sollte bereits im Jugendalter eine umfangreiche Ernährungserziehung – u.a. durch Ernährungsexperten, Eltern, als auch durch Schulen bzw. (Schul-)kantinen erfolgen. Die Hauptursache liegt aber vor allem in der mittlerweile bewegungsarmen Lebensweise. Deshalb ist Motivation zu körperlicher Aktivität demnach genauso relevant wie die Ernährungserziehung. Hier gilt es besonders auch auf junge (und schwangere) Frauen zu achten: Denn Kinder haben ein höheres Risiko Gewichtsprobleme zu entwickeln, wenn Mütter adipös sind. Wichtig ist ebenso ein erleichterter Zugang zu von Fachleuten durchgeführten Bewegungsangeboten.

    Es kann also festgehalten werden: Adipositas ist eine Krankheitsform. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Adipositas-Patienten verdoppelt. Unausgewogene Ernährung in Kombination mit Bewegungsmangel sind der Auslöser. Deshalb ist bereits im jungen Alter unbedingt auf die Umsetzung präventiver Massnahmen und auf einen aktiven Lebensstil zu achten.

    Quelle: Swiss Medical Forum 2016;16(12-13):286-291

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